Chalki ist eine der Inseln des südöstlichen Ägäischen Meeres im Dodekanes-Inselkomplex und zählt 478 Einwohner. Sie liegt fünf Seemeilen westlich des Kaps Armenistis auf Rhodos, südöstlich von Tilos und im nordöstlichen Karpathischen Meer. Die Insel hat eine Fläche von 28 km² und eine Küstenlinie von 34 Kilometern.
Über die Herkunft des Namens existieren zwei Versionen: Entweder leitet er sich von den Kupferminen und Werkstätten der Antike ab, die einst auf der Insel betrieben wurden, oder vom phönizischen Wort «κάρκι» (karki) bzw. «κάλχι» (kalchi), das Purpurschnecke bedeutet – jener Muschelart also, die damals in großen Mengen an den Küsten vorkam und von den Phöniziern gehandelt wurde. Diese zweite Version gilt als die wahrscheinlichere.
Chalki wurde zur „Insel der Jugend, des Friedens und der Freundschaft“ erklärt. Deshalb zieht sie jedes Jahr zahlreiche junge Menschen aus aller Welt an – in den letzten Jahren jedoch zunehmend auch Besucher älterer Generationen.
Geografische Angaben
Das Gelände der Insel ist überwiegend hügelig und karg. Die höchsten Erhebungen sind der Merovigli (593 m) im nordöstlichen Teil und der Profitis Ilias (578 m) in der Inselmitte. Die Küsten sind größtenteils steil und felsig, doch im Norden und Süden finden sich kleine Buchten mit Sand- und Kiesstränden. Das Meer rund um Chalki zählt zu den klarsten der gesamten Ägäis.
Am südöstlichen Ende der Insel bildet sich das Kap Krevati; nördlich davon erstreckt sich die Bucht von Emporios, in deren Innerem das gleichnamige Dorf Chalki (auch Emporios genannt) liegt. Die Siedlung besticht durch ihre malerische Lage und die neoklassizistischen Häuser, die vom einstigen Wohlstand der Insel zeugen. Das nordöstliche Ende der Insel läuft im Kap Limanari aus, während im Nordwesten eine kleine Halbinsel entsteht, die zum Kap Kefalos führt.
Die Insel besitzt zwar einen ausgeprägt bergigen Charakter, doch werden die Gebirgszüge von kleineren und größeren Ebenen unterbrochen – wie die Talebenen von
Zia, Pontamos, Lentaki und Kissos. In diesen Tälern fand bereits in der Antike ein intensiver Getreideanbau statt, begünstigt durch den fruchtbaren Boden und das milde mediterrane Klima. Laut dem Werk «Η Χάλκη της Δωδεκανήσου» (Chalki der Dodekanes) von K. Iliadis wurde die Fruchtbarkeit des Bodens bereits von antiken Schriftstellern wie Theophrast von Eresos in seiner „Historia Plantarum“ hervorgehoben.
Zwischen Chalki und Rhodos liegen zahlreiche kleine Inselchen, Felseninseln und Untiefen, die besondere Aufmerksamkeit erfordern. Die größte unter ihnen ist Alimia.
Mit der Umsetzung der neuen Verwaltungsreform (sog. Kallikratis-Programm, 2011) ergaben sich gemäß Artikel 1, Absatz 2.10.G. keine Änderungen im Verwaltungsstatus der Gemeinde Chalki.
Zur Gemeinde gehören: Chalki sowie die Inselchen Agios Theodoros, Nisaki, Alimia, Kato Prasoua, Kolofonas, Krevati, Maelonisi, Makry, Nypouri, Pano Prasoua, Strongyli, Sfyra, Tragousa, Tsouka und Plateia.
Geschütztes Gebiet
Die Insel Chalki sowie die Inselchen Kolofonas, Pano Prasouda, Tragousa, Strongyli, Agios Theodoros, Maelonisi, Alimia, Krevatia, Nisaki und Makry, zusammen mit ihren Küstenzonen und einer Gesamtfläche von 353,2 km², bilden ein geschütztes Natura-2000-Gebiet (Code: GR4210026).
Das Gebiet hat große Bedeutung für die Brut verschiedener Seevogelarten. Zu den geschützten Arten der Avifauna zählen unter anderem der Eleonorenfalke, die Mittelmeermöwe, die Brillengrasmücke und weitere.




